Patricia THIELEN
Patty

*1969, Ettelbruck (L)

Patty (Patricia) Thielen wurde am 17. Juni 1969 in Ettelbrück geboren. Sie ist eine der wenigen Frauen in der Karikaturisten-Szene in Luxemburg und arbeitet als Kunstlehrerin am Lycée Technique in Ettelbrück.

Im Gymnasium wählte Patty die Sektion für bildende Künste. Nach dem Abitur 1988 machte sie zunächst eine Ausbildung zur Sekretärin. Im Jahr darauf entschied sie sich, ihrer Leidenschaft für die Kunst nachzugeben und schrieb sich am Institut St. Luc in Brüssel ein. Sie bestand 1993 ihre Ausbildung im Bereich Illustration mit großer Auszeichnung. Noch im selben Jahr schrieb sie sich an der Universität Straßburg ein, wo sie 1996 ihr Magister im Fach der bildenden Künste erhielt. Daraufhin wählte sie die Karriere als Kunsterzieherin im luxemburgischen Sekundarunterricht.

Ab 1990 veröffentlichte Patty Werke in verschiedenen Bereichen: Werbung, Cartoon/Karikatur, Illustration, Zeichnen und Malerei.
Von 1992 bis 1997 war Patty ein aktives Mitglied der Kiischpelter Cartoonale. Von 1994 bis 1997 leitete sie den von der CEPA organisierten Workshop für Karikatur im Rahmen der Summerakademie in Wilwerwiltz und Luxemburg. 1993 erhielt sie den 1. Preis im Concours d’Illustration für Tremplin in Brüssel und ein Jahr später den Publikumspreis bei der Kiischpelter Cartoonale. 1995 folgte der Preis des Concours Sujet Libre beim Lellger Konschtfestival und 1996 der 4. Preis beim International Cartoon-Festival Knokke-Heist.

Von 1994 bis 1997 arbeitete sie für das Jugendmagazin ZACK und den Marienkalender. 1994 und 1995 wurde sie vom Verband der Luxemburgischen Verleger auf die Frankfurter Buchmesse geschickt und im Rahmen des 2. Salons des Kinder- und Jugendbuches zeichnete sie die Illustrationen für den Wettbewerb Schreiw mer eng Geschicht. Seither illustriert sie Bücher luxemburger Autoren, vor allem von Henri Losch.

Patty Thielens Werke sind von einer in Luxemburg selten erreichten technischen und grafischen Qualität. Ihre humoristischen Zeichnungen sind kritisch, ohne den guten Geschmack zu verletzen. Ihre Kunst ist nicht aggressiv und eher an Sozialkritik orientiert.