Einleitung

CartoonArt.lu freut sich, Ihnen eine neue Anthologie Luxemburger Karikaturisten vorzustellen.

31 Zeichner und Zeichnerinnen sind unserem Aufruf gefolgt, um ihren Beitrag zu diesem Projekt zu leisten, herzlichen Dank an alle. Ein erstes Rundschreiben wurde im August 2016 an zwölf Künstler versandt, die bereits 2009 für dasselbe Projekt kontaktiert wurden. Ihre Zahl hat sich also fast verdreifacht, was wir als ein gutes Omen betrachten. Wir sind besonders froh darüber, dass viele junge Leute sich unter die Veteranen der humoristischen Kunst gemischt haben. Zur gleichen Zeit sind wir traurig über den Verlust von zwei Freunden, die uns letztes Jahr für immer verlassen haben: François Didier und vor allem Roger Leiner, unser Freund, Mitglied des Vorstands von CartoonArt.lu, der bis zu seinem plötzlichen Tod im Dezember noch ganz aktiv an der Verwirklichung dieses Werks mitgearbeitet hat. Deshalb widmen wir ihnen dieses Buch. Wir haben darüber hinaus alle Zeichner aufgefordert, Roger Leiner eine Karikatur zu widmen, um seine Verdienste für die komische Kunst in unserem Lande zu würdigen.

CartoonArt.lu entstand aus einer Vorgängervereinigung, der Kiischpelter Cartoonale, die 1997 im Fahrwasser eines Malwettbewerbs gegründet wurde, der seit 1991 am Nationalfeiertag in der Gemeinde Kiischpelt stattfand. Nach und nach gesellten sich Karikaturen zu den Gemälden der Maler und es wurde beschlossen, einen separaten Wettbewerb zu organisieren. Der erste fand 1992 statt, der letzte 1996. Fünf Ausgaben des Flautert, in dem alle Beiträge abgebildet waren, wurden veröffentlicht.
CartoonArt.lu

 

Am 27. Februar 2009 wurde eine Statuten- und Namensänderung vorgenommen: Die neue Vereinigung hieß nun „CartoonArt.lu“ mit Sitz im Schloss von Vianden. Unter dem Impuls des vormaligen Präsidenten, Charel Schmit, entstand die Idee der Anthologie. Die Zeichner wurden von Bert Lulling angesprochen und interviewt, wofür wir uns an dieser Stelle bei ihm noch einmal herzlich für seine Vorarbeit im Jahre 2010 bedanken möchten. Anfragen für Sponsoring und finanzielle Unterstützung bei verschiedenen Ministerien blieben erfolglos und so wurde das Projekt aufgegeben. Nach mehreren Jahren im Dornröschenschlaf wurde die Idee auf wunderbare Weise auf der Feier zum 60. Geburtstag von Roger Leiner wieder zum Leben erweckt: In der Tat beschlossen zwei unbeugsame Karikaturisten, nach dem Genuss mehrerer Freundschaftsgläser, das Projekt zu retten.

Nach dieser schwerwiegenden Entscheidung musste definiert werden, welche Zeichner für unser Projekt in Frage kämen. Eine Definition, die uns gefiel, findet sich in dem herrlichen Buch L’art de la bande dessinée, erschienen 2012 bei Citadelles et Mazenot. „Die Comiczeichner sind jedoch „cartoonists“ und das Wort „cartoon“ hat eine viel breitere Akzeptanz. Es umfasst nicht nur die Bildsequenzen (also „comics“) sondern auch Pressezeichnung, Karikatur, humoristische Zeichnungen sowie Illustrationen.“ (Thierry Groensteen, S. 21). Und in der Tat machen die hier veröffentlichten Zeichner ein bisschen von allem, sodass es schwierig ist, sie in verschiedene Schubladen einzuordnen.

Zudem musste die Finanzierung gesichert werden. Nach einigen etwas enttäuschenden Kontakten gelang es uns schliesslich, eine Subvention beim Fonds Culturel National zu erhalten, diesem sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Da mit dieser Subvention nur ein Teil der Ausgaben abgedeckt ist, entschlossen wir uns, die Finanzierung aus Eigenmitteln zu bestreiten. Für ihre logistische Unterstützung bedanken wir uns bei den Verantwortlichen des Shopping Center la Belle Étoile in Bartringen und den Verantwortlichen des BD-Festivals in Contern. Dank gebührt auch den Ministerien für Kultur und Tourismus, die uns freundlicherweise versichert haben, nach dem Erscheinen jeweils 20 Exemplare unseres Buches zu kaufen.

Im Laufe der Vorbereitungen für unsere Anthologie stellten wir fest, dass Form und Inhalt der zeichnerischen Beiträge stark voneinander abwichen. Deshalb entstand die Idee, die Zeichner zu bitten, einen Beitrag zu einem gemeinsamen Thema einzusenden. Im November 2016 war gerade die Diskussion um den 1,1-Millionen-Einwohnerstaat in aller Munde und so war das Thema vom überbevölkerten, aus allen Nähten platzenden Luxemburg schnell gefunden. Auch die Texte zur Biographie wichen zum Teil erheblich voneinander ab. Einige Zeichner haben nur sehr knappe Angaben gemacht, bei anderen mussten wir stark kürzen, ebenso bei den bibliographischen Informationen. Wir haben uns als Herausgeber bemüht, immer den goldenen Mittelweg zu wählen, um so größtmögliche Gerechtigkeit walten zu lassen.

Dank gebührt unserem Vorstandsmitglied Véronique Mathay, die uns zu einem Freundschaftspreis das Seitenlayout erstellt hat für das schöne Buch, das Sie in Ihren Händen halten, sowie allen anderen Mitgliedern des Vorstands von CartoonArt.lu für ihre konstruktive Mitarbeit.

 

Robert Soisson, Präsident
Pol Leurs, Mitglied


CartoonArt.lu

CartoonArt.lu

Luxemburgische Vereinigung zur Förderung der humoristischen Kunst

CartoonArt.lu e.V. ist eine eingetragene Vereinigung ohne Gewinnzweck zur Förderung von Karikatur, Cartoon, Pressezeichnung und Comics durch Veröffentlichungen, Ausstellungen, Informationsstände, Informationsaustausch, Kontaktvermittlung usw.

Sie wendet sich an:

• Cartoonisten, Karikaturisten und Comic-Zeichner
• Freunde und Förderer
• Kunstliebhaber und Sammler

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1ière rangée : Olivier Jaminon, Véronique Mathay, Patty Thielen- 2ième rangée :
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